In Corona-Zeiten

Aufgrund der aktuell Situation musste das Konzert am 13. März abgesagt werden.
Wir werden das Konzert so bald wie möglich nacholen.

Das Gedenken an die Deportation vom 16. Mai fand in kleinstem Kreis statt - siehe unten.

Über weitere eventuelle Terminverschiebungen werden wir hier informieren.

Bleiben Sie gesund!

3. September 2020

Der Landesverein arbeitet aktuell am Projekt „Zwei Welten“. In Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für politische Bildung in Hamburg entsteht ein Buch zur Geschichte der Anerkennung der Sinti, Roma und Jenischen als im Nationalsozialismus verfolgte Minderheit und gleichzeitig der fortdauernden Erfassung, Ausgrenzung und Diskriminierung. Eine Vorabversion der Veröffentlichung findet sich hier.

Am 3. September 2020 stellen wir die Arbeitsergebnisse im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung vor. Als Gast erwarten wir unter anderen Jacques Delfeld, Vorsitzender des Verbandes Deutscher Sinti und Roma – Landesverband Rheinland-Pfalz.

Ort und Uhrzeit werden noch hier bekannt gegeben.

Karteikasten aus der Rasshygienischen Forschungsstelle, Bundesarchiv R165-132

Karteikasten aus der Rasshygienischen Forschungsstelle, Bundesarchiv R165-132.

 

 

Gedenkort Hannoverscher Bahnhof: Gedenken an die Deportierten vom 16. Mai 1940.

Foto: Kati Jurischka Fotografie, 2020
Fotos: Kati Jurischka Fotografie, 2020

Am 16. Mai 1940 wurden die meisten Hamburger Sinti verhaftet, nachdem ihre Kinder zuvor aus der Schule abgeholt und für vier Tage in den Fruchtschuppen C im Hafen gepfercht worden waren. Am 20. Mai verließ der erste Deportations-zug Hamburg vom Hannoverschen Bahnhof aus, für die Mehrzahl der Deportierten wurde es eine Reise in den Tod.

80 Jahre danach erinnerte der Landes-verein – mit den durch die Corona-Pandemie notwendigen Beschränkungen – gemeinsam mit Bündnispartner*innen und Freund*innen an die Deportierten und ihr Leid.

Wie lebendig der Antiziganismus ist, wurde noch einmal deutlich, als nur wenige Tage zuvor der Stolperstein für den 1944 im Außenlager Wittenberberge des KZ Neuengamme ermordeten Boxer Johann "Rukeli" Trollmann mit SS-Runen beschmiert wurde (Meldung des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma vom 14. Mai 2020).

Foto: Kati Jurischka Fotografie, 2020

 

Sinti und Roma Geschichts- und Kulturtage 2020

Aufgrund der aktuell Situation der Ausbreitung des neuen Corona-Virus muss das Konzert abgesagt werden. Wir werden das Konzert so bald wie möglich nacholen. Bleiben Sie gesund!

Nach 10 erfolgreichen ElbinselGipsyFestivals in Kooperation mit dem Bürgerhaus Wilhelmsburg möchte der Landesverein der Sinti in Hamburg einen Schritt weiter in Richtung Stadtzentrum vordringen.

Deshalb wollen wir 2020 mit einem neuen Format beginnen:  den Sinti Geschichts- und Kulturtagen.

Sie sollen deutlich machen, dass die Geschichte unserer Minderheit zugleich ein integraler Bestandteil der deutschen Geschichte ist, so wie auch die Musik der Sinti und Roma Teil der europäischen Musikkultur – und die Musik der deutschen Sinti Teil der deutschen Musikkultur ist.

Einladung Geschichts- und Kulturtage 2020Einladung Sinti und Roma Geschichts-
und Kulturtage 2020 als PDF

Einladung zum Gedenken an die am 16. Mai 1940 deportierten Roma und Sinti

Am 16. Mai 2019 begehen wir den alljährlichen Gedenktag für die von den Nationalsozialisten aus Hamburg und Umgebung in Konzentrationslager deportierten Sinti und Roma.

An diesem Tag, der das Leben von Generationen von Sinti und Roma einschneidend geprägt hat, möchten wir am Gedenkort Hannoverscher Bahnhof zusammen mit Ihnen und den Hinterbliebenen an die erinnern, die von diesem Bahnsteig deportiert wurden und ihrem Schicksal nicht entkommen konnten.

Aus diesem Anlass laden der Landesverein der Sinti in Hamburg und die Rom und Cinti Union e.V. gemeinsam ein, der Deportierten und Opfer mit einer Kranzniederlegung und einer Schweigeminute zu gedenken:
Mittwoch, 16.05.2019, 14.30 Uhr, Gedenkort Hannoverscher Bahnhof, Lohsepark in der HafenCity

Aus Trauer und Respekt findet dieses Jahr kein Elbinsel-Gipsy-Festival statt

2018 hat der Landesverein der Sinti in Hamburg durch lange Krankheit und Tod eine wichtige Säule seiner Arbeit verloren. Dadurch ist es notwendig geworden, neue organisatorische Grundlagen zu schaffen. Deshalb und aus Respekt vor der Verstorbenen wird in diesem Jahr kein Elbinsel-Gipsy-Festival stattfinden.

Zur Erinnerung an die Deportation vom März 1943

Gedenken Deportation März 1943

 

Am 11. März 1943 wurden über 300 Menschen, die letzten noch in Hamburg und Norddeutschland verbliebenen sesshaften Sinti, verhaftet und in einem mehrtägigen Transport direkt in das Vernichtungslager Auschwitz Birkenau deportiert. Nur wenige überlebten.

Zur Erinnerung an die Deportation vom 11. März 1943, Gedenkveranstaltung am Montag, 11. März 2019, 15.30 Uhr Gedenkworte und Kranzniederlegung am Denkmal Hannoverscher Bahnhof.

Anschließend: Matthäuß Weiß und Arnold Weiß im Gespräch über die Auswirkungen des nationalsozialistischen Völkermordes auf die Nachkriegsgenerationen der Sinti.

Arnold Weiß und Matthäuß Weiß gedenken den Deportierten

Matthäuß Weiß und Arnold Weiß gedenken der Deportierten am Mahnmal Hannoverscher Bahnhof,
11. März 2019, © Landesverein der Sinti in Hamburg e.V. 2019.

Gedenken an die Deportierten

Zum Gedenken an die Deportierten vom Hannoverschen Bahnhof vom 16. Mai 1940 findet am

Mittwoch, 16. Mai 2018 um 15 Uhr

am Gedenkort Hannoverscher Bahnhof eine Kranzniederlegung in Zusammenarbeit mit dem Landesverband Schleswig-Holstein und der RCU e.V. statt.

10. Elbinsel Gipsy-Festival, April 2018

10. Elbinsel-Gipsy-Festival

© Scarlett 2018.

Vom 13. bis 14. April 2018 fand das 10. Elbinsel-Gipsy-Festival des Landesvereins der Sinti in Hamburg im Bürgerhaus Wilhelmsburg statt.

Der Sozialwissenschaftler Peter Widmann stellte in einem Fachvortrag unter dem Titel "an den Rändern der Städte" die Ausgrenzung von Sinti durch deutsche Kommunen dar.

Cornelia Kerth und Peter Widmann zum Thema

Cornelia Kerth und Peter Widmann zum Thema "an den Rändern der Städte"
© M. Terfloth 2018.
 

Zum zehnjährigen Jubiläum des Elbinsel-Gipsy-Festivals konnten wir unter anderem mit Johnny Rosenberg und der Sandro Roy Group international bekannte Musiker gewinnen.

Marcel Weiß, Arnold Weiß, Johnny Rosenberg, © Scarlett 2018.

Marcel Weiß, Arnold Weiß, Johnny Rosenberg, © Scarlett 2018.

Sandro Roy, Johnny Rosenberg, © Scarlett 2018.

Marcel Weiß, Arnold Weiß, Johnny Rosenberg, © Scarlett 2018.

Einweihung der Namenstafeln der Deportierten vom Hannoverschen Bahnhof am 10. Mai 2017

Am 10. Mai 2017 wurden - 77 Jahre nach der ersten Deportation von Sinti und Roma aus Hamburg am 16. Mai 1940 - am ehemaligen Deportationsbahnsteig im heutigen Lohsepark in der Hamburger Hafencity 20 Tafeln mit über 8.000 Namen von deportierten Sinti, Roma und Juden eingeweiht. Der Erste Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg, Olaf Scholz, legte gemeinsam mit Vertretern des Zentralrats der Juden in Deutschland sowie dem Zentralrat Deutscher Sinti und Roma einen Kranz nieder.

Rigoletto Weiß, Gottfried Weiß und Romani Rose
Rigoletto Weiß und Gottfried Weiß, Überlebende der Deportation und Mitglieder des Ältestenrats des Landesvereins der Sinti in Hamburg e.V. zusammen mit Romani Rose, Vorsitzender des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma.
Foto: Ralf Lorenzen 2017.
Gedenkveranstaltung am 10. Mai 2017
Romani Rose und Arnold Weiß, 1. Vorsitzender des Landesvereins der Sinti in Hamburg e.V., bei der Gedenkveranstaltung am 10. Mai 2017.
Foto: Ralf Lorenzen 2017.

Bericht im Hamburger Abendblatt

9. Elbinsel Gipsy-Festival, April 2017

Vom 7. bis 8. April 2017 fand das 9. Elbinsel-Gipsy-Festival des Landesvereins der Sinti in Hamburg im Bürgerhaus Wilhelmsburg statt (Flyer 2017).

Sandro Roy Elbinsel Gipsy Festival 2017

Sandro Roy Elbinsel Gipsy Festival 2017Der Geiger Sandro Roy mit Hugo Richter am Akkordeon.
Fotos: Landesverein der Sinti in Hamburg e.V., 2017.

Falko Droßmann und Arnold Weiß

Arnold Weiß und Falko Droßmann

Der Leiter des Bezirksamts Hamburg-Mitte, Falko Droßmann, bei der Eröffnung des Festivals zusammen mit dem 1. Vorsitzenden des Landesvereins der Sinti in Hamburg e.V., Arnold Weiß.
Fotos: Landesverein der Sinti in Hamburg e.V., 2017.

 

Ohh Porajmos ...

Am 23. September 2015 wurde die Ausstellung "Ohh Porajmos ... Illustrationen zur Diskriminierungs- und Verfolgungsgeschichte der Sinti und Roma" in der Gewerblichen Schule G3 eröffnet. Damit startete eine "Tournee" durch 8 Schulen, in denen sich Schülerinnen und Schüler im Schuljahr 2015/16 mit der Geschichte der Sinti und Roma befassen. Zum Schuljahresende werden in einer weiteren Veranstaltung in der G3 Schülerarbeiten ausgestellt, die aus dieser Auseinandersetzung entstanden sind."

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